Google Penalty erkennen, vermeiden, beheben

Immer wieder hört man von Kunden, die plötzlich komplett aus den SERP´s verschwunden sind. Der häufigste Verdacht ist die Abstrafung durch Google und wie immer hat niemand eine Ahnung, warum das passiert sein soll. Wenn Google einen Penalty verteilt, hat das allerdings immer einen Grund. Wenn man die Gründe kennt, kann man diese Katastrophe weitestgehend ausschließen. Wenn Sie aber doch mal einen Penalty kassieren, sollten Sie die folgende To-Do-Liste parat haben.

Prüfen: Ist es wirklich ein Penalty?

Nur weil eine Seite nicht mehr sichtbar ist, heißt es nicht sofort, dass sie einen Google Penalty bekommen haben. Es gibt viele Gründe, warum sie möglicherweise massiv an Sichtbarkeit verloren haben.

Folgende Punkte sollten Sie zuerst prüfen:

1. Ist meine Seite überhaupt indexiert? Das können Sie mit einem einfachen Google-Befehl prüfen. Hierfür gehen Sie auf Google.de und geben in das Suchfeld folgende Kombination ein: site:http://meine-webseite.de

Jetzt wirft Google Ihnen die Anzahl der indexierten Seiten dieser einen Adresse aus. Wenn Sie hier eine grobe Differenz zwischen dem IST-Stand feststellen, kann es an 2 Gründen liegen.

Variante a) es sind zu wenige Seiten online:

  • Seite steht auf No-index (bedeutet = Seite kann nicht ranken)
  • Disallow Robots (Seite kann nicht gecrawlt werden)

Mögliche Ansätze:

  • Seiten auf „index“ stellen (bei manchen CMS gibt es eine übergeordnete Einstellung, die die gesamte Seite „sichtbar“ macht.
  • Searchconsole nutzen, um den IST-Stand zu prüfen
  • Abruf durch die Searchconsole, um das Crawling zu beschleunigen

Variante b) es sind zu viele Seiten Online.

  • Ist die Webseite evtl. mit und ohne www. davor zu erreichen? Das würde bedeuten, dass alle Seiten doppelt vorhanden sind und somit auch „duplicate Content“ vorhanden ist – der wiederrum zu schlechten Rankings führt.
  • Die Multi-Lingualität hat die Seitentitel verdoppelt.

Möglicher Ansatz:

  • Sie müssen sich für eine Variante entscheiden und die andere permanent umleiten.
  • Multi-Lingualität prüfen

2. Manchmal, wenn Seiten „zu“ optimiert erstellt oder gerelauncht werden und vom Start weg zu viele gute Rankings verdient hätten, wandert die neue Webseite vorab in die Sandbox von Google. Hier prüft Google, ob es sich um Spam oder einen Verstoß gegen die Webmaster-Richtlinien(link) handelt. Je nach Fall, kann die Webseite zwischen 6 Wochen und 8 Monaten in der Sandbox verweilen, bevor Sie endlich auf die Suchergebnisse losgelassen wird. Ist nach dieser langen Wartezeit nichts zu erkennen, könnte es sich tatsächlich um einen Penalty handeln. Das Ganze können Sie hier prüfen: http://pixelgroove.com/serp/sandbox_checker/

Ja es ist ein Penalty – Rankings wieder herstellen

Wenn es sich um ein Penalty handelt, so haben Sie erstmal die häufigsten Fehler vorab ausgeschlossen. Sollte Ihre Seite nun tatsächlich einen Penalty melden, dann prüfen Sie ihre Seite auf die folgenden Punkte:

  • Grundsätzlich jede Form von Black-Hat-SEO, wie beispielsweise Texte (vor allem Keyword-Ansammlungen) in identischer Farbe wie dem Hintergrund der Webseite, Bildlinks mit 1-Pixel oder Versteckte Inhalte hinter CSS/JavaScript usw.
  • Sie haben gegen Copyright-Rechte verstoßen.
  • Illegale Aktivitäten auf der Seite (das sollte jedem klar sein)
  • Manipulation der Zugriffzahlen durch spezielle Software.
  • Seite war lange oder ist oft down. Das wirft einen immer mächtig zurück. Hierfür gibt es einfache Alarm-Tools, die Sie rechtzeitig benachrichtigen. Hier können Sie prüfen, welches Problem vorherrscht: http://www.seitedown.de/
  • Zu viele 404 Fehlerseiten.
  • Die Seite verwendet viele Iframes – diese können von Google nur schlecht ausgelesen werden und sind nicht Suchmaschinen-freundlich.
  • Zu viele Werbe-Pop-Ups oder Werbeanzeigen.
  • Seite wird zu selten oder nie gecrawlt. Wie häufig die Seite von Google besucht wird, kann man in der Searchconsole festlegen.
  • Externer duplicate Content. Also Inhalte, die genauso auch auf anderen Seiten zu finden sind.
  • Automatisch übersetzte Texte von schlechter Qualität. Kann nicht nur der Nutzer schlecht lesen…
  • Backlinks von Seiten mit Glücksspielen, Seiten mit pornografischen Inhalten, Spamseiten etc.
  • Keyword-Stuffing (im Text, im Titel, Überschriften, in der Metadescription usw.).
  • Gekaufte Backlinks von Linkfarmen – vor allem wenn die gerade von Google hopps genommen wurden.
  • Verlinkungen von: abgestraften Webseiten, Webseiten mit pornografischen Inhalten oder Phishing-Websites.
  • Sie haben (weit) über 25% identische Ankertexte auf ein einziges Keyword (außer dem Eigennamen).
  • Extreme Generierung von externen Backlinks, am besten dann noch über kurze Zeiträume (Das sieht dann alles andere als „generisch gewachsen“ aus).

Externe Quellen können auch der Grund für eine Abstrafung sein. Beispielsweise:

  • Spam in Kommentaren / Zugriffszahlen künstlich erhöht.
  • Hackerangriff – auf Ihrer Seite wurde ein Trojaner / Virus hinterlegt
  • Ein Konkurrent überschüttet Ihre Seite mit schlechten bösartigen Backlinks.

Vieles davon kann man beheben oder gleich von vornerein verhindern. Augen auf bei der Wahl Ihrer Internetagenturen. Gegebenenfalls holen Sie einen Online-Marketing Berater, der sich auskennt und die richtigen Fehler findet.

Grundsätzlich gilt folgendes: Prävention ist immer einfacher und besser. Hierfür können Sie auf folgende einfache Punkte achten:

So sollten Ihnen negative Entwicklungen schnell auffallen und wenn Sie schnell genug reagieren, kann es sein, dass Google den Zwischenfall nicht mal mitbekommen hat.

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